Der tiefe Süden Italiens – Apulien und die Basilikata – ist ein Geheimtipp für Wohnmobilfahrer, die abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs sein möchten. Eine typische Route führt von Frankfurt über den Kalterer See in Südtirol (ein perfekter erster Stopp mit Weinprobe) bis hinunter nach Apulien.

Ein erstes Highlight ist der Parco Nazionale del Gargano – eine Halbinsel mit einsamen Klippen, türkisfarbenem Wasser und versteckten Buchten. Hier gibt es spektakuläre Stellplätze direkt auf Klippen mit Meerblick. Weiter geht es nach Alberobello, der Stadt der Trulli – weiße Rundhäuser mit kegelförmigen Dächern, die wie aus einem Märchen wirken. Der Stellplatz liegt mitten in der Stadt, und am Abend, wenn die Tagestouristen verschwunden sind, kann man fast allein durch die Gassen schlendern.

Das nächste Highlight ist Matera, berühmt geworden als James-Bond-Filmkulisse in "No Time to Die". Die Sassi – Höhlenwohnungen, die in den Fels gehauen sind – wirken bei warmem Abendlicht fast unwirklich und filmreif. Ein Stellplatz auf einem Bauernhof außerhalb der Stadt mit Shuttle-Bus in die Altstadt ist die ideale Basis.

Weiter südlich locken die barocken Städte Lecce (das "Florenz des Südens") und Otranto mit ihrer reichen Geschichte und den traumhaften Stränden. Die Adriaküste Apuliens ist geprägt von feinen Sandstränden, türkisfarbenem Wasser und einer entspannten Atmosphäre.

⭐ Insider-Tipp: Der Stellplatz auf der Klippe im Gargano-Nationalpark ist ein Geheimtipp – hier ist man oft der einzige Camper. Aber Achtung: Es gibt keine Ver- und Entsorgung, also die Kapazitäten im Blick behalten.

Der Herbst ist die ideale Reisezeit für den Süden: milde Temperaturen, weniger Touristen und perfekte Bedingungen für spontane Stopps auf einfachen, aber wunderschönen Stellplätzen. Apulien und Matera sind eine Reise in eine andere Welt – ursprünglich, authentisch und voller Überraschungen.