United Kingdom Die schönsten Ziele & Tipps für Camper

Entdecken Sie die besten Routen, Campingplätze und Kaffeepausen für Ihre Wohnmobil-Reise durch Europa.

🇬🇧 Destination mit dem Camper in Großbritannien

Großbritannien ist ein absolutes Traumziel für Camper. Kaum ein anderes Land in Europa bietet auf so engem Raum eine derart beeindruckende Vielfalt: wilde Highlands in Schottland, sanfte Hügel in Wales, dramatische Küsten in Cornwall und pulsierende Metropolen wie London. Mit dem Wohnmobil bist du hier bestens aufgehoben – die Infrastruktur für Camper ist hervorragend, die Landschaften sind atemberaubend und hinter jeder Kurve wartet ein Pub oder ein spektakulärer Ausblick.[reference:0]

Hier ist ein umfassender Überblick über die schönsten Destinationen, Routen und alles, was du für eine entspannte Reise durch Großbritannien wissen musst.

🗺️ Die schönsten Regionen und Routen

1. Schottland: Die North Coast 500 & die Highlands

Schottland ist das Mekka für Camper. Die North Coast 500 (NC500) ist eine 516 Meilen (ca. 830 km) lange Route entlang der Nordküste – oft als Schottlands Antwort auf die Route 66 bezeichnet.[reference:1]

  • Highlights: Die schroffen Berge von Glencoe, die mystische Isle of Skye, der Loch Ness, die historische Stadt Inverness und die atemberaubenden Küsten der NC500.[reference:2]
  • Camper-Tipp: Die Straßen in Schottland sind oft schmal und kurvig. Plane genügend Zeit ein und fahre vorsichtig. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September.

2. Wales: Snowdonia & die walisische Küste

Wales ist ein Paradies für Naturliebhaber. Der Snowdonia National Park mit seinen schroffen Bergen und die atemberaubende Küste bieten unzählige Möglichkeiten für Camper.[reference:3]

  • Highlights: Der Mount Snowdon (der höchste Berg in Wales), die malerische Halbinsel Gower, die Stadt Cardiff mit ihrer Burg, und die atemberaubende Pembrokeshire Coast.
  • Camper-Tipp: In Wales gibt es viele kleine, familiengeführte Campingplätze. Nutze die Gelegenheit, die walisische Gastfreundschaft zu genießen.

3. Südwestengland: Cornwall, Devon & die Jurassic Coast

Der Südwesten Englands ist ein Klassiker für Camper. Hier erwarten dich steile Klippen, malerische Fischerdörfer und die berühmte Jurassic Coast – ein UNESCO-Weltnaturerbe.[reference:4]

  • Highlights: Die malerische Küste von Cornwall mit dem Land's End, die Strände von Devon, die historische Stadt Plymouth und der Dartmoor National Park.
  • Camper-Tipp: Diese Region ist besonders im Sommer sehr beliebt. Buche deine Stellplätze frühzeitig.

4. Der Lake District & Nordengland

Der Lake District im Nordwesten Englands ist einer der schönsten Nationalparks Großbritanniens. Glasklare Seen, sanfte Hügel und gemütliche Pubs machen diese Region unwiderstehlich.[reference:5]

  • Highlights: Der Lake Windermere, die Stadt Keswick, der Scafell Pike (der höchste Berg Englands) und die malerischen Dörfer wie Grasmere.
  • Camper-Tipp: Die Straßen im Lake District sind eng und kurvig. Ein kleineres Wohnmobil ist hier von Vorteil.

5. Südengland & die Südküste

Die Südküste Englands ist bekannt für ihre Kreidefelsen, charmanten Badeorte und historischen Städte.

  • Highlights: Die weißen Klippen von Dover, die Stadt Brighton mit ihrem berühmten Pier, die historische Hafenstadt Portsmouth und der New Forest National Park.
  • Camper-Tipp: Diese Region ist perfekt für eine Kombination aus Strandurlaub und Städtetrips.

🚢 Anreise: So kommt dein Camper nach Großbritannien

Fähre vs. Eurotunnel

Es gibt zwei Hauptwege, um mit dem Wohnmobil nach Großbritannien zu gelangen:

  • Fähre: Die klassische Überfahrt. Beliebte Routen sind Calais – Dover (ca. 1,5 Stunden) oder Dünkirchen – Dover (ca. 1 Stunde).[reference:6] Die Kosten für eine einfache Fahrt mit einem Standard-Wohnmobil liegen bei etwa 140–160 € (zu zweit).[reference:7] Längere Routen wie Amsterdam – Newcastle (14 Stunden) sind deutlich teurer (ab ca. 500 €).[reference:8]
  • Eurotunnel (LeShuttle): Der Autozug von Calais nach Folkestone. Die Fahrt dauert nur ca. 35 Minuten und ist oft die günstigere Alternative (ca. 169–400 €).[reference:9][reference:10] Achtung: Wohnmobile mit LPG als Antriebsstoff sind im Tunnel nicht zugelassen.[reference:11]

⚠️ Einreiseformalitäten – Unbedingt beachten!
Seit dem Brexit gelten für die Einreise nach Großbritannien besondere Regeln:
- Reisepass (nicht Personalausweis) für alle Reisenden erforderlich.[reference:12]
- Seit April 2025 benötigen EU-Bürger eine elektronische Einreisegenehmigung (eTA). Die Genehmigung kostet ca. 20 £ und muss vor der Reise online beantragt werden.[reference:13]
- Die Advance Passenger Information (API) muss vor Abfahrt (Fähre oder Tunnel) angegeben werden.[reference:14]

⚙️ Wichtige Tipps für die Reisevorbereitung

🚗 Linksverkehr – Die größte Umstellung

In Großbritannien wird auf der linken Straßenseite gefahren – der Fahrersitz befindet sich auf der rechten Seite des Fahrzeugs. Besonders Kreisverkehre werden "andersrum" gefahren.[reference:15] Nach ein, zwei Tagen gewöhnt man sich aber meist daran.[reference:16]

🛣️ Maut & Vignette: Fast alles kostenfrei!

Großbritannien hat keine generelle Vignettenpflicht für Pkw oder Wohnmobile.[reference:17][reference:18] Das Straßennetz ist größtenteils mautfrei. Es gibt jedoch einige Ausnahmen:

  • M6 Toll: Ein mautpflichtiger Abschnitt der Autobahn M6 nördlich von Birmingham.[reference:19]
  • Brücken & Tunnel: Für einige Brücken (z.B. Mersey Gateway Bridge, Dartford Crossing) fallen Gebühren an.[reference:20]
  • City-Maut (Congestion Charge): In der Londoner Innenstadt wird eine Staugebühr erhoben.[reference:21] Auch Clean Air Zones (CAZ) in Birmingham, Bristol und anderen Städten können für ältere Fahrzeuge gebührenpflichtig sein.[reference:22]

Tipp: Informiere dich vorab auf den offiziellen Webseiten der Betreiber und bezahle die Gebühren rechtzeitig, um Strafen zu vermeiden.[reference:23]

🚫 Wildcampen – Von Region zu Region unterschiedlich

Das Wildcampen in Großbritannien ist komplex – es gibt kein einheitliches, landesweites Gesetz.

  • Schottland: Hier ist Wildcampen dank des "Right to Roam" (Jedermannsrecht) grundsätzlich erlaubt – allerdings nicht automatisch für motorisierte Fahrzeuge.[reference:24] In der Praxis wird es vielerorts toleriert, wenn du diskret bist und den Scottish Outdoor Access Code befolgst.[reference:25] Achtung: Im Loch Lomond & Trossachs Nationalpark gelten saisonale Sonderregelungen.[reference:26]
  • England & Wales: Offiziell gibt es kein Gesetz, das Wildcampen erlaubt – das meiste Land ist in Privatbesitz.[reference:27] Übernachtungen sind dennoch möglich, wenn du unauffällig bleibst, nur eine Nacht bleibst und keine Beschilderung dagegenspricht.[reference:28]
  • Parken ist nicht gleich Campen: Das bloße Schlafen im Fahrzeug ist oft erlaubt, solange du nichts aufbaust (Markise, Stühle, Grill). Sobald du Campingverhalten zeigst, wird es problematisch.[reference:29]

🅿️ Stellplätze: Campingplätze & "Campsites"

Großbritannien hat ein hervorragendes Netz an Campingplätzen:

  • Campingplätze (Campsites): Oft sehr gut ausgestattet mit Sanitäranlagen, Strom, Waschräumen und manchmal auch Pools. Die Preise liegen im Schnitt bei ca. 54 € pro Nacht.[reference:30]
  • BritStops: Ein Netzwerk von Pubs, Bauernhöfen und Weingütern, die Campern gegen eine geringe Gebühr oder gegen Konsumation eine Übernachtung erlauben.[reference:31]
  • National Trust: Viele Anlagen des National Trust bieten einfache Stellplätze in wunderschöner Umgebung.[reference:32]

💰 Kosten & Budget

Großbritannien ist preislich im europäischen Mittelfeld – etwas teurer als Deutschland, aber günstiger als die Schweiz.[reference:33]

✨ Kleine Momente des Glücks

Der Camper-Urlaub in Großbritannien ist ein Fest für die Sinne. Es sind diese typischen Momente, die ihn unvergesslich machen:

  • Ein traditionelles Fish & Chips an der Küste von Cornwall
  • Ein kühles Bier in einem gemütlichen Pub nach einem langen Wandertag
  • Ein schottisches Frühstück mit Blick auf einen glasklaren See
  • Die Einsamkeit der schottischen Highlands
  • Ein Sonnenuntergang über den weißen Klippen von Dover

✅ Kurz & knapp: Die wichtigsten Punkte für deine Reise

Aspekt Tipp / Information
Beste Reisezeit Mai–September (mildes Wetter, lange Tage). Frühling und Herbst sind ebenfalls reizvoll.
Linksverkehr Pflicht! In Großbritannien wird links gefahren – der Fahrersitz ist rechts.
Vignette Keine Vignette! Das Straßennetz ist größtenteils mautfrei.
Maut M6 Toll, einige Brücken/Tunnel und City-Maut in London (Congestion Charge).
Wildcampen In Schottland toleriert (Right to Roam). In England/Wales schwieriger – meist nur auf ausgewiesenen Plätzen.
Übernachtungskosten Campingplätze: ca. 54 € / Nacht. BritStops: oft gegen geringe Gebühr oder Konsumation.
Einreise Reisepass erforderlich. eTA (elektronische Einreisegenehmigung) seit April 2025 Pflicht!
Sprache Englisch – mit vielen regionalen Akzenten!
Währung Britisches Pfund (£) – ca. 1 £ = 1,17 € (Stand 2025).

❓ Häufige Fragen (FAQ)

Brauche ich für Großbritannien eine Maut-Vignette?

Nein, Großbritannien hat keine generelle Vignettenpflicht. Es gibt nur einzelne mautpflichtige Strecken (M6 Toll), Brücken und Tunnel sowie City-Maut in London.

Darf ich in Großbritannien wildcampen?

Das ist von Region zu Region unterschiedlich. In Schottland wird es dank des "Right to Roam" weitgehend toleriert. In England und Wales ist es offiziell schwieriger, da fast das gesamte Land in Privatbesitz ist. Hier solltest du lieber auf offizielle Campingplätze oder BritStops ausweichen.

Was ist die North Coast 500?

Die North Coast 500 (NC500) ist eine 516 Meilen (ca. 830 km) lange Rundroute durch die schottischen Highlands – oft als Schottlands Antwort auf die Route 66 bezeichnet. Sie ist einer der spektakulärsten Roadtrips Europas.[reference:34]

Wann ist die beste Reisezeit für einen Camper-Urlaub in Großbritannien?

Die beste Zeit ist der Sommer (Mai bis September), wenn das Wetter am mildesten ist und die Tage am längsten sind. Aber auch Frühling und Herbst haben ihren Reiz – besonders in den südlichen Regionen.[reference:35]

Wie teuer ist Camping in Großbritannien?

Die Kosten für Campingplätze liegen im Schnitt bei ca. 54 € pro Nacht.[reference:36] BritStops sind oft günstiger (gegen eine geringe Gebühr oder gegen Konsumation im Pub).

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